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Camping in Nordrhein-Westfalen gut aus Corona-Krise gestartet24.07.2020

Die Campingbranche in NRW startete nach dem Lockdown und der damit einhergehenden Schließung von Mitte März bis Mitte Mai ver­gleichsweise gut in die Saison.Das belegten die Daten des Landesamtes für Information und Technik NRW (IT.NRW). Die Übernachtungen im Mai waren im Vergleich zum Vorjahresmonat rück­läufig (-neun Prozent), doch fallen die Verluste deutlich weniger stark aus, als bei anderen Übernachtungsformen (bis zu 95,5 Prozent bei Jugendherbergen).

Der Campingverband NRW (BVCD NRW) führte eine Befragung der Mit­glieder durch, um ein Stimmungsbild der Campingbranche einzufangen. Die gemel­deten Zahlen von IT.NRW konnten von den Rückmeldungen der Betriebe (27 Prozent der Mitglieder) wei­testgehend bestätigt werden. Viele Regionen verzeichneten mehr Gäste und freuten sich über die große Nachfrage nach dem Lockdown. Dennoch sind noch Plätze auf den Anlagen frei, sodass Spontanreisende oft noch einen freien Platz ergattern können.

Doch die neu aufgetreten Corona-Infektionen im Umfeld des Schlachtbetrieb Tönnies führten bei den umliegenden Campingbetrieben zu einer massiven Stornierungswelle, sodass die erwarteten Auslastungszahlen von bis zu 80 Prozent in den Sommerferien einbrachen und einem zweiten Lockdown gleich kamen. Die wieder eingehenden Buchungen ab Mitte Juli lassen nun darauf hoffen, dass die Region und die Campingplätze um den Kreis Gütersloh keine weiteren Imageschäden davontragen und die Gäste zurückkehren.

Die Schließung der touristischen Kapazitäten während des Lockdowns umfassten die Oster­ferien und auch das verlängerte erste Mai-Wochenende. Somit blieben bei den Cam­pingbetrieben im Schnitt ca. 20 Prozent der jährlichen Übernachtungen aus. „Wir versuchen in der Branche wieder auf die Beine zu kommen und die entgangenen Übernachtungen so gut es geht aufzufangen. Einen positiven Aspekt den wir aus der Krise mitnehmen, dass viele neue Gäste auf den Campingplätzen in NRW zu finden sind und wir als Reiseland überraschen und den Campinganlagen an den Küsten oder in den Bergen in Nichts nachstehen“, so Leo Ingenlath, Präsident des BVCD NRW. Besonders das gestiegene Inte­resse der Medien führte zu einer positiven und realistischen Darstellung der Campingplätze in NRW. „Uns freut es sehr, dass viele Medien Camping nun so darstellen, wie es auf den Anlagen gelebt wird, in seinen vielen Facetten der Übernachtungsformen.“ Denn nicht nur der typische Wohnwagenurlaub hat in diesem Jahr auf den Plätzen in Nordrhein-Westfalen dazugewonnen, auch der klassische Zelt-Urlaub erlebt sein Comeback.

Die Campingbetriebe hoffen nun auf gutes Wetter und rückläufige Infektionszahlen. Denn in der Nachsaison entscheide sich, welche Plätze die fehlenden Übernachtungen weitestgehend kompensieren können, um über die Wintersaison zu kommen.

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