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Die Typologie der Camper23.05.2019

Vom Luxus-Liebhaber zum Überlebenskünstler
Der Trend zum Reisen mit Wohnmobil und Wohnwagen ist ungebrochen. Immer mehr Deutsche zieht es auf Europas Campingplätze, um dort ihren Urlaub unter Gleichgesinnten zu verbringen. Sie teilen die Idee von Freiheit, Flexibilität und Selbstbestimmung. Doch Vorsicht, Camper ist nicht gleich Camper. Die Gruppe der Caravan-Freunde könnte unterschiedlicher nicht sein. Der Wohnmobilvermieter rent easy kennt die Besonderheiten und stellt mit einem Augenzwinkern die verschiedenen Camper-Typen vor.

Der Neuling

Das geübte Camper-Auge erkennt ihn sofort, den Neuling: Bei der Wahl seines Stellplatzes ist er noch unerfahren und entscheidet sich nicht selten für eine Parzelle in der prallen Sonne, nahe des Animationsbereichs oder in unmittelbarer Nähe zum Waschhaus. Auch die Handhabung seines Fahrzeuges und der Technik läuft noch nicht ganz rund. Die Bedienung der Gasanlage, das Wechseln der Kassettentoilette und die Abwasserentsorgung stellen ihn vor ungeahnte Herausforderungen, die er jedoch dank gut gemeinter Tipps der Platznachbarn und mit etwas Zeit problemlos meistert. Trotz kleiner Schwieirgkeiten, genießt er seine neugefundene Freiheit als Camper.

Der Luxus-Liebhaber

Sein Wohnmobil hat die Maße eines Lastwagens und verfügt über jede verfügbare Finesse, wie Regendusche, Kochinsel oder Entertainment-System. Der Kleinwagen für Ausflüge und Einkäufe am Urlaubsort findet in der Heckgarage Platz. Der Luxus-Liebhaber legt aber auch bei der Wahl des Campingplatzes Wert auf Qualität und entscheidet sich vorzugsweise für Anlagen mit Wellnessoase, großzügiger Poollandschaft und weitläufigen Stellplätzen. Anderen Campern zeigt er gerne, was er hat und führt sie bei Interesse durch sein Luxusmobil inklusive Demonstration der technischen Besonderheiten an Bord.

Der Überlebenskünstler

Er ist auf alle Situationen vorbereitet und hat schon die entlegensten Gegenden bereist. Mit seinem Allradwohnmobil bezwingt er jedes Gelände und erreicht auch abgeschiedene Stellplätze über unbefestigte Straßen. Der Überlebenskünstler trägt am liebsten Funktionskleidung, die ihn auch bei unvorhergesehenen Wettereinbrüchen ausreichend schützt. Instand-Frühstück und ein Vorrat an Power-Riegeln gehören bei ihm ebenso zur Grundausstattung wie ein Multifunktionstaschenmesser und eine Stirnlampe für nächtliche Ausflüge zum Waschhaus.
Der Fachmann       
Er ist ein langjähriger Camping-Profi, der sich mit den Herausforderungen des Caravanings bestens auskennt. Daher besitzt er auch ein extra Materialzelt, in dem er das passende Werkzeug für jedes Problem lagert. Auf der faulen Haut liegen ist seine Sache nicht – er tüftelt lieber über die perfekte Ausrichtung der Sat-Schüssel. Andere Camper können sich über ihn als Nachbarn freuen, denn er ist äußerst hilfsbereit und unterstützt sie gerne bei anfallenden Reparaturen. Dabei verzichtet er auch schonmal auf einen Nachmittag am Strand mit seiner Frau. 

Der Dauer-Camper

Der Dauer-Camper ist oftmals schon älteren Semesters und genießt seinen wohlverdienten Ruhestand. Wenn ganz Deutschland bei Minusgraden bibbert, verbringt er die Wintermonate unter spanischer Sonne. Dabei steuert er Jahr für Jahr den gleichen Platz an und belegt auch immer denselben Stellplatz, der fest für ihn reserviert ist. Seine Nachbarn kennt er bereits seit vielen Jahren und freut sich auf gemeinsame Abende mit ihnen. Der Campingplatz seiner Wahl ist zu seiner zweiten Heimat geworden und zum Betreiber pflegt er ein sehr gutes Verhältnis. Die Angestellten nennt er beim Vornamen und auch er ist gern gesehener Gast.

Die Familie

Sie reisen im klassischen Familienwohnmobil mit ausreichend Platz für zwei bis drei Kinder und Stauraum für Sandspielzeug, Gummitiere und Fahrzeuge. Während sich der Nachwuchs nur für die Mahlzeiten am Wohnmobil einfindet und den restlichen Tag die Gegend erkundet, genießen die Eltern den Urlaub auf der Sonnenliege oder in der mitgebrachten Hängematte. Einen festen Tagesablauf gibt es nicht, die Familie tingelt zwischen Pool, Strand und Stellplatz hin und her. Am Abend treffen sie sich mit anderen Eltern bei der Kinderanimation und tanzen gemeinsam mit den Kids zum aktuellen Sommer-Hit.  

Der einfache Typ

Gemäß dem Motto „weniger ist mehr“ reist er in einem kleinen und einfach ausgestatten Camper. Technischer Schnickschnack interessiert ihn nicht und er verzichtet gerne auf jeglichen Komfort. Daher besucht er nur einfache Campingplätze und ist auch mit kalten Duschen im Waschhaus zufrieden. Auch beim Gepäck ist er minimalistisch und verzichtet auf unnötigen Ballast, wie Unmengen an Wechselwäsche. Einziges Luxusgut: sein Mountainbike, mit dem er Ausflüge in die Umgebung unternimmt.

Der Platzwart

Ein eher unliebsamer Zeitgenosse, der sich dazu berufen fühlt, die Einhaltung der Platzordnung bei seinen Mitcampern durchzusetzen. So macht er täglich mehrere Rundgänge über die Anlage. Misstände fallen ihm sofort auf und er meldet sie unverzüglich bei der Rezeption. Auch die Einhaltung der Mittags- und Nachtruhe ist ihm heilig, weshalb Familien ihn sich nicht als unmittelbaren Nachbarn aussuchen sollten. Glücklicherweise kommt diese Camper-Spezies äußerst selten vor und reist vorzugsweise in der Nebensaison.
 

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